Vielleicht steckst du auch gerade mitten in einer Situation, wo du dich überwältigt, ausgeliefert und hilflos fühlst? Ich kenne das selbst sehr gut und beschreibe meine persönlichen 10 Schritte, wie ich (und viele Klienten und Klientinnen) den Weg in die Selbstwirksamkeit gefunden hab.
Oft sind wir in solchen Momenten sogar Handlungsunfähig. Wir erstarren, fühlen uns bewegungslos und suchen nach Hilfe.
Heute erzähle ich dir dazu 10 machbare Schritte, die mir kurzfristig helfen und auch Schritte, die mir, und auch anderen langfristig aus dem Gefühl von Ohnmacht und Überwältigung herausführen in ein gesunde Selbstwirksamkeit.
„Sich überwältigt fühlen und erstarren „ – eine Traumafolge – aber wo kommt sie her?
Wenn ich immer wieder Situationen in meinem Leben erfahre, wo ich mich überwältigt, ausgeliefert u. ohnmöchtig fühle, kann das mit großer Wahrschienlichkeit Folgen von unverarbeiteten Trauma sein.
Ich erlebte dann z.b. berufliche Situationen, wo es finanziell eng wird, wo ich keine Chance erstmal sehe, dass es gut ausgehen wird. Dass ich es schaffe kann. Dass kann auch eine Überforderung der Anforderung vom Arbeitgeber oder was auch immer sein: in dir ist dann zusätzlich das Gefühl: „ich schaff´s nicht“.
Oft erstarren wir dann auch. Also der Körper erstarrt, die Gedanken rasen oder blockieren. Auf alle Fälle sind weder klare Handlungen noch klare Schritte möglich.
Ganz oft ist mir das auch in Beziehungen passiert. In Liebesbeziehungen, die dann gar keine Liebe waren, wo es Betrug, Gewalt, plötzliches Verlassen werden, Abwertung und ähnliches gab. All das hat in mir immer wieder das Gefühl von „mich überwältigt, ausgeliefert und hilflos zu fühlen“ hervorgerufen.
Kennst du das auch?
Wie ist es bei dir?
All das sind ganz oft Trauma Folgen. Das heißt, zu all den „Überwältigungs-Gefühlen“ in mir gab es tatsächlich verschiedene (ja, leider über Jahre verschiedene Auslöser) Erfahrungen, die mich damals traumatisiert hatten. Trauma bedeutet: etwas zu erleben, was in dem Moment sich tatsächlich überwältigend, überfordernd und absolut bedrohlich anfühlt, wir abgespalten. Die Spaltung in uns ermöglicht das Überleben.
Das Trauma-Erleben, oder eben auch der Trauma-ich-Anteil (meist kindliche Anteile) bleiben verdrängt, manchmal sogar in einer sogenannten Trauma-Box und die Überlebens-Schutz-Anteile übernehmen die Führung. In den Aufstellungen, so wie ich sie begleite lassen sich diese Anteile sehr gut erkennen. Das ist schon mal sehr wertvoll!
Trigger erkennen – ein Schritt in Richtung Selbstermächtigung statt Ohnmacht
Das ist schon mal ein sehr wertvoller Schritt, um aus der Überwältigung und Ohnmacht herauszufinden: Wahrzunehmen, dass ich getriggert bin. Dass sich eben die Beziehungssituation, das Verhalten des Partners/Partnerin, die berufliche, die finanzielle oder auch vielleicht deine gesundheitliche Situation in der Sekunde lebensbedrohlich anfühlt.
Was kann ich als erstes Tun, um mich selbst aus der Überwältigung herauszuholen?
1.) Erkennen, dass ich mich so fühle. Wenn möglich weich und mitfühlend mit mir zu werden. (wenn du das noch nicht kannst, können wir das gemeinsam in kleinen Schritten erarbeiten)
2.) Am allermeisten hilft mir in sanfte Bewegung zu kommen…am besten im Wald, in die Natur. Gehe langsam spazieren, versuche die Schritte, deinen Körper, Gerüche und Geräusche wahrzunehmen. Das geht natürlich auch in der Wohnung, aber ich glaube, die Natur hilft da mit.
3.)Du kannst dir mit AromaÖlen (Link zu doTerraÖlen, aber es geht auch jedes andere Öl oder pures Lavendel aus dem Garten!) helfen. Sie regulieren mit.
Rezept Aroma Öle
4.) Ein Tier streicheln, falls da 🙂
5.) Eine gute Freundin anrufen und mit ihr reden… du musst es gar nicht sofort erzählen, manchmal hilft einfach nur der Kontakt
6.) Auch sehr gerne: wenn du schon Kundin bei mir bist, oder werden möchtest: mit eine Sprachnachricht schicken. 0176 – 21 71 46 51 – ich bin gern für dich da.
Das sind jetzt alles mal erste, kleine Schritte, um diesen ersten Schock zu überwinden. Aber das reicht natürlich nicht, weder um wirklich das Thema, was sich da zeigt, gut zu lösen. Und vor allem auch nicht: um deine innere Spaltung in dir und dieses Trauma erleben so zu verarbeiten, dass du diese Heftigkeit an Überwältigung, Ohnmacht und Ausgeliefert sein, so nicht mehr erlebst.
Was mir mittel- und langfristig geholfen hat, aus Überwältigungs-Krisen in Selbstermächtigung zu finden – 4 weitere Schritte
Natürlich brauchen wir für die Situation eine Lösung. Sei es wenn die die berufliche Situation, wie Überforderung, Mobbing oder Finanzielle Themen „antriggern“ braucht es, unabhängig von der Trauma Verarbeitung, eine Lösung. Manchmal geht das eben nicht sofort.
Wie auch, wenn es in der Beziehung kriselt, vielleicht sogar destruktiv, verletzend ist oder eine Trennung droht oder passiert ist, auch da braucht es Lösungen und vor allem Halt in dir selbst.
All das geht nicht sofort.
Ganz ehrlich – ich kenne all diese Themen. Bin da überall durch und sooft gestruggelt. Ich war sooft indem Gefühl von Überwältigung, Ausgeliefert sein und „ich schaff`s nicht“. Astrologisch finden wir soetwas übrigens oft in Pluto und Skorpion-Themen und in meiner Biographie war es eine aneinander Reihung von für mich überwältigen Situationen und niemand, der mir weder geholfen hätte, mich gesehen hätte oder gar reguliert und ein Gefühl von Sicherheit und Liebe gegeben hätte. Das gab es einfach nicht. Meine Eltern und die Menschen in meiner Nähe waren auch alle in ihre eigenen Opfer-Täterdynamiken gefangen und so ich als Kind Opfer von ihnen.
Damals! Heute natürlich nicht mehr – aber, und das kennst du vielleicht auch: es fühlt sich dann halt ganz schnell mal so an… dass wir dann uns als „Opfer der Umstände oder der Person“ fühlen. Das ist dann eher die „OpferRolle“ oder „Opfer-Haltung“ in der wir uns dann befinden.
Mehr Selbstwirksamkeit – mittel- und langfristige Schritte lernen
7.) Psychologische Begleitung / Traumaarbeit / traumasensibles Coaching / Yin nähren / dein Selbst stärken
Ein Gefühl dafür zu bekommen, was uns geprägt hat. Jemanden zu haben, der uns endlich wirklich sieht, der echtes Mitgefühl hat, der uns einen BeziehungsRaum anbietet. In diesem Raum und in diesem Erleben können wir dann dass auch in uns aktivieren und lernen. Das ist übrigens die weibliche Qualität von Selbstheilung und von Yin…Weich, Fließend, Mütterlich.
Ich glaube sogar, dass es genau darum geht, dass ich in mir und für mich Mitgefühl, Verbundenheit, Halt und Liebe entwickle. Okay, das kann dauern – ist aber unbezahlbar wertvoll (auch wenn es dich ev. erstmal etwas kostet ;-)).
8.) Muskeltraining & viele, gute Proteine – Yang leben – Selbstwirksamkeit stärken
Ja, du liest richtig. Muckis aufbauen. Trainieren. Sobald es dir ein wenig besser geht – trainiere. Kauf dir Hanteln, eine Matte und fang an. 1 Liegestütze pro Tag. 5 Sit ups. 2,5 Kilo Hanteln… Oder je nachdem –wie fit du bist. Muskeln helfen unsere Psyche. Ja!! Muskeln und all deine Hormone brauchen Proteine (meine Empfehlung hier). Viele, gute Proteine. Viele, gute, pflanzliche Fette sowie Butter u Sahne. Selbstgekocht. Genügend Nährstoffe. Pflanzliche Untertützer zum Schlafen und Regenieren.
9.) Guter Schlaf ist heilig. – Yin Quelle
Kümmere dich um deinen Schlaf. Ich tracke inzwischen auch mit eine Uhr – meinen Tiefschlaf, Stresslevel, Bodybatterie und Herzfrequenz. Ganz ehrlich? Am Anfang sah das gar nicht gut aus. Aber ich bin drangeblieben, hab gelernt, was mein Körper braucht, um sich zu erholen. Und genau das brauchen wir als Basis: einen Körper der sich erholen kann.
10.) Lösungen einladen, Lösungen suchen und für Impulse offen sein – Selbstwirksamkeit stärken
Dann lassen sich für die meisten Probleme Lösungen und Wege finden, Wir müssen dafür offen sein, uns informieren, neue Wege ausprobieren, eventuelle sogar um Hilfe bitte. Trau dich und probier es in kleinen Schritten
Wie geht es dir mit all den Schritten? Wie fühlt es sich für dich an? Magst du mir/uns hier etwas dazu erzählen? Kennst du schon Schritte davon?
Der langfristige Weg um Überwältigung zu verarbeiten und von Traumafolgen in Selbstwirksamkeit zu finden
So ganz lässt sich nicht jedes Trauma lösen. Manches von dem, was uns an Entsetzlichen geprägt hat, geht nicht vollständig weg und wir hüpfen dann immer leicht und fröhlich durchs leben. Nein, die Realität ist leider eine andere. Vieles von dem, was uns geprägt hat, spüren wir oft wieder. Manches hat sich komplett gelöst, anderes braucht immer wieder meine Aufmerksamkeit. Verena König beschreibt Entwicklungstraumata auch als „Mikrotraumatisierungen“ und auch solche können Gefühle von Überwältigung und Ohnmacht hervorrufen.
Dass, was ich bis jetzt in meinem Leben, und auch von vielen anderen höre, sind genau die Schritte, die ich dir von mir oben beschrieben habe. Eine Routine für dich selbst zu finden, die dir ganzheitlich gut tut. Es auch immer wieder flexibel an deinen jetzigen Zustand anzupassen und liebevoll mit dir zu gehen und zu sein.
Tiefe Liebe und Verbundenheit als Geschenk von Traumaarbeit
Die Liebe, das tiefe Berührtsein, von mir, zu den Anteilen in mir, die das „Überwältigende“ überlebt haben, ist ein Geschenk. Sich selber immer tiefer näher zu kommen, ist nährend, ein Zuhause und innere Geborgenheit. Dass kann dir, wenn du es mal gefunden hast, niemand mehr nehmen!
Auch die Liebe und das Verstehen und das Mitgefühl für andere Menschen, was sich unfassbar erweitert – ist auch sehr bereichernd.
Es entsteht dann eine innere Ruhe, Zufriedenheit und neue, innere Kraft.
Bis zur nächsten Herausforderung ;-)….die wir wohl alle immer mal wieder im Leben haben und uns dadurch weiterentwickeln.
Ich freue mich sehr über deine Feedback, Erzählen, deine Fragen und wenn du möchtest, begleite ich dich von ganzen Herzen gern zu deiner eigenen Verbundenheit – raus aus Überwältigung und Ohnmacht.
Deine Sabine
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